Studie: Studenten sind «labil und teilnahmslos»
Von Sebastian am 1. März 2009 - Keine weiteren VerdattertenTitelt heute die Netzeitung.
Eine Studie des Bundesbildungsministeriums sieht bei Nachwuchs-Akademikern Resignation und die Flucht ins Private.
Im Detail geht um den Mangel von Interesse an politischen Themen und auch sonst eher Resignation bei den angehenende Akademikern.
Komisch – das erinnert mich an meinen frischen Artikel über Herrn Beck und das ZDF. Man sieht halt einfach wirklich zu wenig Perspektiven um sich selber zu engagieren mit dem Ziel etwas zu verändern.
In meinen Augen sind die Meisten Politikverbände in denen man einsteigen kann auch eher … merkwürdige Veranstaltungen. Sind wir doch mal ehrlich: Da sammelt sich inzwischen wirklich eher der Bodensatz der Gesellschaft. Wenn man privat und im Job wenig Chancen sieht, geht man halt in die Ortsgruppe und wird dort sehnlichst erwartet und aufgenommen. Endlich Freunde! Ok, ist überspitzt, aber ein Körnchen Wahrheit ist dran, oder?
Ich zumindest sehe dort kaum idealisierte, clevere junge Leute, die mit beiden Beinen im Leben stehen und die Welt nach Ihren Maßstäben mitgestalten wollen. Eher sehe ich leider die, die selber weniger Ziele haben, aber Anschluss suchen und sich von einer Parteipolitik instrumentalisieren lassen.
Noch ein schönes Zitat:
Was bislang nur für Jugendliche ohne berufliche Qualifikation gegolten habe, treffe nun «auf mehr und mehr Studierende zu».
Jop – in meinen Augen beschafft sich genau die andere Gruppe inzwischen Parteibücher.
Aber was mich am meisten gestört hat war die Rede von der
Flucht ins Private
Das klingt ja als würde es sich dabei um etwas Schlimmes handeln. Wer sich auf sein Privatleben konzentriert, der flieht?! Ist das so? Eigentlich begrüße ich den Trend zum Downshiften und die steigernde Besinnung auf das Leben neben Karriere und Ämtern? Wieso ist das auf ein Mal eine Flucht?
Wenn man mich in 60-80 Jahren mal unter die Erde bringt, möchte ich dass sich viele Freunde! an mich erinnern. Mir ist es ehrlich gesagt schnuppe ob sich in dem Moment ein paar Ex-Kollegen und Parteifreunde per Vorschrift gerührt fühlen müssen, die dann aber nach 3 Wochen keinen Gedanken mehr an mich verschwenden. So ist es doch meist.
Nun ja, was in der Studie beschrieben wird finde ich besorgniserregend … wie beschrieben wird, finde ich furchtbar und vielleicht noch schlimmer als die Ergebnisse selber! Schließlich zeugt es schon vom Geiste der Autoren, wenn eben von der “Flucht” ins Private gesprochen wird.


Auch verdattert?